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F. G. Streifeneder KG Rehatechnik
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Individuell gefertigte orthopädische Einlagen

Für die Einlagenversorgung stehen wir Ihnen mit Fachwissen und langjähriger Erfahrung zur Seite

Unsere Füße tragen die Last unseres Körpers im Laufe des Lebens fast dreimal um die ganze Welt. Sie stabilisieren, stützen und tragen, verleihen Dynamik und Bewegung, federn Stöße und Schläge ab, gleichen Unebenheiten aus. Das filigrane Gebilde besteht aus einer Vielzahl an Knochen, Bändern, Sehnen, Muskeln, Gelenken und Sinneszellen, deren Nervenbahnen direkt mit dem Gehirn verknüpft sind. Die feine Sensorik des Fußes nimmt Kälte, Wärme, Druck und auch Schmerz wahr.
 
Auf Dauer verzeihen Ihre Füße jedoch nicht jeden Fehltritt. So sind Schmerzen in Füßen und Gelenken ein weitverbreitetes Problem. Wir widmen Ihrem Fuß unsere besondere Aufmerksamkeit und betten ihn schützend – in jeder Gangart, in jedem Schuh.
 

Welche Vorteile haben orthopädische Einlagen und wie läuft eine Versorgung überhaupt ab?

Sie haben eine ärztliche Verordnung für orthopädische Einlagen erhalten. Sie fragen sich, wie genau nun die Einlagen wirken, wie sie Ihr Gangbild verbessern und Ihre Beschwerden lindern können? Im Folgenden erklären wir Ihnen, wie eine Versorgung abläuft, wie die orthopädischen Einlagen wirken und worauf Sie Acht geben sollten.

Wirkungsweise orthopädischer Einlagen

Die Einlagen haben im Wesentlichen korrigierende, führende und druckentlastende Wirkprinzipien. So nehmen sie positiven Einfluss auf die Statik und Funktion des Fußes und verbessern damit auch die gesamte Körperstatik. Diese therapeutische Wirkungsweise der Einlagen wird durch Abstützen, Korrektur, Dämpfung und Bettung der jeweiligen Problemzone erzielt.
Ausgehend von der ärztlichen Diagnose beraten wir Sie, welche Möglichkeiten der Versorgung infrage kommen.
 
Entscheidend ist vor allem, für welche Schuhe die Einlagen genutzt werden sollen und welche Materialien oder Ausführung Sie bevorzugen. Vom Basis- bis zum Premiumsortiment, in dem eine höhere wirtschaftliche Zuzahlung notwendig ist, bieten wir eine Bandbreite verschiedener Einlagen an.
 

Welche Einlagenformen gibt es und wie sind sie aufgebaut?

Durch muskuläre Dysbalancen (Ungleichgewicht durch z. B. veränderte Länge, Spannung oder Kraft zweier Muskeln) oder pathologische Krankheitsverläufe verändert sich das Gewölbe des menschlichen Fußes im Laufe seines Lebens. Dabei ist das Abflachen des Gewölbes ein schleichender Prozess, der häufig zu Folgeproblemen im Sprunggelenk, Knie- oder Hüftgelenk sowie im Bereich des Rückens oder Nackens führt. Mithilfe der passiven Einlagen wird der Fuß wieder in den ursprünglichen physiologischen Zustand gebracht.

Ablauf der Einlagenversorgung

In einem Satz lässt sich der Versorgungsablauf so beschreiben: wir messen aus - wir fertigen - wir passen an. Natürlich ist unser Service, der kurz mit diesen drei Begriffen umschrieben wird, weit umfangreicher. 

1. Vermaßung

Möchten Sie sich von uns mit orthopädischen Einlagen versorgen lassen, nehmen wir zunächst den Ist-Zustand Ihrer Füße oder auch als ganzheitliche Analyse, ihr Gangbild auf. Zur genauen Erfassung Ihres Fußes, seiner Muskel, Sehnen und seiner Kontur stehen uns modernste Prüf- und Messinstrumente zur Verfügung. 

Hier finden Sie einen Überblick über gängige Mess- und Analyseverfahren, die auch in Kombination oder Ergänzung zueinander angewandt werden können:
 

Digitale Erfassung der Maße

Der digitale 3D-Fußscanner erfasst berührungsfrei mit seinen Sensoren die Konturen des Fußes und generiert ein identisches Abbild. In Echtzeit werden die ermittelten Werte an den Rechner unserer Zentralen Einlagenfertigung gesandt und dort unter Einbeziehung der ärztlichen Vorgaben und individuellen Wünsche der Anwendenden digital weiter bearbeitet. Ist die digitale Einlage bereit für die Produktion, wird sie an die CNC-Fräse gesandt und von dieser umgehend in höchster Präzision aus dem gewählten Material gefertigt. Es erfolgt ein Finish in Handarbeit zur Veredlung der Oberfläche und selbstverständlich der prüfende Blick zur Nachkontrolle, bevor die Einlage versandfertig zur Auslieferung verpackt wird. 

Laufbandanalyse und Fußdruckmessung

Laufbandanalyse und Fußdruckmessung dienen als ganzheitliche Messverfahren zur komplexen Betrachtung von Gangbild, Abrollverhalten, Körperstatik und –dynamik. Im digitalen Analyseverfahren zeigt jeder Quadratzentimeter der Fußsohle, welcher Belastung der Körper in verschiedensten Bewegungsstadien ausgesetzt ist. 

Während bei der Fußdruckmessplatte Ergebnisse aus nur einem Gangzyklus generiert werden, lassen sich bei der Laufbandanalyse vielfältige Ableitungen über weit komplexere Bewegungsmuster treffen. Die ermittelten, hochauflösenden Daten über Druck-, Kraft-, Zeit- und Schrittparameter und die Auswertung der Gangsymmetrie bilden zusammen mit der Videoaufnahme vom Fuß bis zum Kopf die optimale Grundlage für eine individuelle, ganzheitliche und indikationsgerechte Einlagenversorgung. Der High Speed-Kamera entgehen nicht die kleinsten Abweichungen – Gang- und Koordinationsfehler lassen sich ebenso erkennen, wie muskuläre Defizite.

Als Ergänzung zum konventionellen Fußabdruck ermöglicht die Ganganalyse auf dem Laufband eine verbesserte Diagnostik und eine langfristige Qualitätskontrolle. 

Trittspur

Bei der Trittspur – auch Kohleabdruck oder Blaupause genannt – stellt sich die Kundin oder der Kunde auf eine gummierte Matte. Die Unterseite der Matte ist mit Kohle oder Stempelfarbe  benetzt und überträgt das Profil und vor allem Druckspitzen des Fußes auf das darunter liegende Papier. Schwarz (bzw. blau) auf weiß zeigt sich nun auf dem gewonnenen Abdruck, in welchen Bereichen der Fuß einer stärkeren oder schwächeren Belastung ausgesetzt ist. 

Das Analyseverfahren dient häufig als weitere Kontrollinstanz zu digitalen Messverfahren oder Schaumabdrücken. Da bei dem Messverfahren weder Stromversorgung noch voluminöse Materialien benötigt werden, ist die Trittspur ein wertvolles, flexibles, ergänzendes Verfahren, das besonders im Außendienst geeignet ist.

Trittschaum

Ein Negativ-Abdruck des Fußes wird durch leicht verformbaren Schaum gewonnen. Vorsichtig wird der Fuß in den Trittschaum gesetzt, der dessen Form annimmt. Anhand dieser Negativform lässt sich mit der individuell gefertigten Einlage ein entsprechendes Gegenstück zu Ihrem Fuß erstellen. In besonders schwierigen Fällen, wie z. B. Klumpfüssen, Knick-Senk-Füßen wird zusätzlich zum Negativ ein positiver Gipsabdruck gewonnen, an den die individuelle Einlage angepasst werden kann. Der Trittschaum dient vor allem als flexibles/mobiles Messverfahren, das schnell einen dreidimensionalen Abdruck des Fußes liefert.

Gipsabdruck

Bei bestimmten Indikationen (z. B. Spastiken) kann es auch nötig sein, mit konventionellen Mess- und Analyseverfahren zu arbeiten. Der Fuß wird mit Modelliergips verpackt und so ein Negativabdruck des Fußes gewonnen. Gerade bei Spastiken ist es somit möglich, den Fuß in eine unverkrampfte „Normalposition“ zu richten und daraufhin den Abdruck zu erstellen. Der Gipsabdruck als Urform liefert die Voraussetzung zur Erstellung einer Positiv-Vorlage, anhand derer orthopädische Hilfsmittel, wie Einlagen oder Orthesen maßgefertigt werden.

Als hochmodernes Familienunternehmen ist uns Nachhaltigkeit natürlich ein wichtiges Anliegen. Die digitalisierte Datenerfassung mit Hilfe der Einlagenscanner stellt deshalb den überwiegenden Anteil der Messungen dar.

Ganz gleich, mit Hilfe welches Analyse- oder Messverfahrens gearbeitet wurde: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Sanitätshäuser und Werkstätten bringen langjährige Erfahrung, einen geübten Blick und routinierte, analytische Fähigkeiten mit. Diese sind wichtig, um im folgenden Herstellungsprozess die Einlage individuell für Sie anzupassen.

 

 

 

2. Herstellung: Die individuelle Fertigung der orthopädischen Einlagen nach Maß 


Durch modernste Technik, Präzision und mit handwerklichem Geschick erstellen und fertigen wir nach Vorgabe des ärztlichen Personals Einlagen aller Art. Stützende Einlagen, bettende Einlagen, entlastende Einlagen und sensomotorische Einlagen. Die Möglichkeiten sind hierbei grenzenlos. Wir bieten die individuelle Anfertigung für alle Lebenslagen und Situationen – ob Freizeit und Sport, Alltag und Arbeit, nach Verletzungen und Operationen, bei neurologischen Erkrankungen, muskulären Defiziten und Dysbalancen, bei Wachstumsstörungen, Fersensporn und Entzündungen.

Da wir die Einlagen auf Ihren Schuh anpassen, wählen wir Form und Material für die jeweilige Bestimmung aus. Überlegen Sie sich am Besten schon vorab, ob Sie die Einlagen in Ihren Sportschuhen, in Alltags-, Arbeits- oder Businessschuhen tragen werden. Besonders geeignet sind Schuhe mit herausnehmbaren Fußbett, da sich so ausreichend Platz für die Einlage bietet. Die Volumenvergrößerung im Schuh wirkt sich positiv auf den Tragekomfort aus. Bringen Sie zu Ihrem Termin die Schuhe mit, in denen Sie die Einlagen tragen möchten, so können wir schon im Vorfeld die beste Auswahl treffen. Überhaupt kommt es am Ende auf das gut ausbalancierte Zusammenspiel aller Beteiligten an.

Wichtig für eine optimale Symbiose von Schuh und orthopädischer Einlage ist eine feste Fersenkappe, ausreichendes Volumen im Schuh und Passgenauigkeit. Schuhe, die zu groß oder zu klein, ausgetreten oder sehr schmal und hoch sind, eignen sich nicht für eine Therapie mit orthopädischen Einlagen. Ungeeignet sind entsprechend auch High Heels, Ballerinas oder offene Sommerschuhe (FlipFlops u.a.). Wir empfehlen Ihnen, Strümpfe, Strumpfhosen oder Socken zu tragen

Welche Materialien werden für die Fertigung der Einlagen verwandt?

Für die Fertigung individueller Einlagen stehen vielfältige Materialien zur Verfügung: von natürlichen Produkten, wie Kork oder Leder gibt es verschiedene Deckmaterialien auch aus Mikrofaser, bei denen sich auch mit Farbe und Mustern spielen lässt. Letzteres ist besonders in der Einlagenversorgung bei  Kindern von großem Nutzen, da so die Akzeptanz der Einlage erhöht wird. Gebräuchlich sind auch Weichschäume, die in verschiedenen Härtegraden erhältlich sind. Natürlich sind alle verwendeten Materialien hautverträglich und allergiearm. 

3. Anpassung der Einlagen

Nach etwa 7 Arbeitstagen sind Ihre Einlagen abholbereit. 

Selbstverständlich können Sie auch zum Abholtermin die Schuhe mitbringen, in denen die Einlagen getragen werden sollen. So können wir die Einlagen exakt auf den jeweiligen Schuh anpassen.

4. Schritt für Schritt - Die Einlagentherapie

Nachdem die Einlagen Ihre gesamte Körperstatik beeinflussen können, ist eine Eingewöhnungsphase von zwei Wochen notwendig. Es ist möglich, dass Sie anfangs Unbehagen beim Tragen der Einlagen verspüren, dies ist sogar erwünscht, sorgt es doch dauerhaft für einen nachhaltigen therapeutischen Nutzen.

Starten Sie Ihre Therapie mit wenigen Stunden am Tag und steigern Sie die Tragezeit von Tag zu Tag. Lassen Sie Ihrem Körper ausreichend Zeit, sich an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen,  kontrollieren Sie Ihre Füße besonders in der Anfangszeit regelmäßig auf Druckstellen, Rötungen oder Blasen. Nach einer Eingewöhnungszeit von zwei Wochen sollten Sie die Einlagen mindestens acht Stunden täglich tragen können, ohne Schmerzen oder Druck zu verspüren.

Hält das Unwohlsein an, kontaktieren Sie bitte unser Fachpersonal – wir prüfen die Einlagen und nehmen gegebenenfalls Änderungen vor.

Ihre Einlagen werden aus hochwertigen, thermoplastisch verformbaren Materialien gefertigt. Dies beinhaltet eine Resistenz bis 50 °C. Bitte vermeiden Sie daher eine Erhitzung über diese Grenze. Ihre Einlagen können sich bei höheren Temperaturen verformen und verlieren so die Wirkung. Das Trocknen der Einlagen auf einem Heizkörper ist aufgrund der entstehenden Temperaturen nicht zulässig und hat Formveränderungen zur Folge.

Sofern unser Fachpersonal keine spezifischen Materialeigenschaften angegeben hat (z. B. „waschbar“), vermeiden Sie bitte den Kontakt mit Wasser (Ausnahme: Schweiß), Säuren oder Lösungsmitteln und schützen Sie die Einlage vor offener Flamme.

Natürlich sind alle verwendeten Materialien hautverträglich und allergiearm. Da nur die wenigsten Einlagen waschbar sind, sorgen Sie bitte dafür, die Einlagen regelmäßig zu lüften.

Lebensdauer von orthopädischen Einlagen

Werden Einlagen in der Wachstumsphase eingesetzt, müssen sie an die sich verändernde Fußgröße angepasst werden. Da das Wachstum jedoch oft schubweise verläuft und sich nicht an den Kontrollintervallen orientiert, sollten Sie sich beim Kauf größerer Schuhe an Ihren orthopädietechnischen Fachbetrieb wenden.

Durch die Beschaffenheit der verwendeten Materialien ist eine Lebensdauer mit den optimalen Eigenschaften von sechs Monaten (Garantiezeit) für Ihr Produkt zu erwarten. Zum einen verändert sich Ihr Körper in dieser Zeit, so dass eine Kontrolle nötig wird, zum anderen sind die Materialeigenschaften nach dieser Zeit nicht mehr im selben Umfang wie zu Beginn der Versorgung garantiert.

Unser Tipp: Prüfen Sie Ihre Einlagen regelmäßig

Wenn Sie Verformungen oder das Ablösen von Bestandteilen feststellen, pausieren Sie bitte die Nutzung und nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Zudem empfehlen wir Ihnen, für die von uns genannten Kontrolltermine eines unserer Sanitätshäuser zu besuchen –  dort kann unser Fachpersonal sich ein Bild von der Eignung und Abnutzung der Einlagen machen.

 

Passive und aktive orthopädische Einlagen

Die 3 Typen passiver Einlagen

Stützende Einlagen

Stützende Einlagen (Kopieeinlagen) werden vor allem bei Haltungs- und Stellungsfehlern verordnet. Die Einlage stützt den Fuß sowohl im Längs- als auch im Quergewölbe. In belastender Position hält sie das Fußgewölbe in seiner natürlichen Form und gleicht Überlastungen aus. Zudem hilft sie, das Abrollverhalten zu verbessern.
 

Bettungseinlagen

Durch Umverteilung des Drucks entlasten die Einlagen den Fuß und betten ihn sicher ein. Die Einlagen dämpfen Stöße ab und bieten so Schutz vor Verletzungen, Reizungen übermäßigen Belastungen besonders empfindlicher Füße.
 

Indikationen für Stützeinlagen und Bettungseinlagen:

  • Knickfuß
  • Senkfuß
  • Plattfuß (Klumpfuß), Ballenhohlfuß
  • Hohlfuß
  • Hallux Valgus mit Spreizfußbeschwerden
  • diabetischer, rheumatischer oder neuropathischer Fuß
  • Fersensporn /Kalkaneussporn (Plantarfasziitis)
  • Arthrose des Großzehengelenks (Hallix rigidus)

 

Korrektureinlagen

Die orthopädischen Einlagen helfen, Fußfehlstellungen zu korrigieren und verhindern ein weiteres Fortschreiten der Deformation. Korrektureinlagen werden häufig in der Wachstumsphase von Kindern und Jugendlichen verordnet.

 

Indikationen für Korrektureinlagen

  • Knick-Plattfuß
  • Klumpfuss
  • Spreiz- oder Sichelfuß

 

 

 

Aktive Einlagen

Aktive Einlagen, auch sensomotorische oder propriozeptive Schuheinlagen genannt, sind der 'Personal Trainer' im Schuh. Im Gegensatz zu den rein passiven Einlagen stimulieren sie die Muskulatur der Fußsohlen so, dass eine Haltungsänderung herbeigeführt und die Fehlstellung korrigiert wird.

Indikationen für aktive Einlagen
 
  • pathologische Fußfehlstellungen (Knick-, Senk-, Spreiz-, Klumpfuß)
  • Zehenspitzengang
  • Insuffizienz der Fuß- und Unterschenkelmuskulatur
  • muskuläre Dysbalance
  • Koordinations- und Wahrnehmungsstörungen
  • Achillessehnenbeschwerden
  • Lähmungen (Spastik)
  • Rotationsfehlstellungen der Beine

 

Kontraindikationen

  • Diabetes
  • Rheuma
  • kontrakte Fußfehlstellungen

Was ist Sensomotorik?

Als Sensomotorik bezeichnet man die Reaktion von Muskeln auf einen wahrgenommenen Reiz von außen.  Sensomotorische Therapiesohlen bewirken, dass der Bewegungsapparat auf die Stimulation durch die Fußsohlen reagiert und die Haltung entsprechend korrigiert.

Welche Einlagenformen gibt es und für welche Schuhe sind die Einlagen geeignet?

Alltagseinlagen – Ihr verlässlicher Begleiter 

Während Sportschuhe meist nur für einen begrenzten Zeitraum der sportlichen Betätigung getragen werden, sind Alltagsschuhe unser Begleiter oft über viele Stunden: vom Verlassen des Hauses am Morgen bis zur Wiederkehr nach einem langen Arbeitstag. 
Gönnen Sie Ihrem Fuß vor allem für die Zeit bis Ihr Fuß wieder beim Barfuß-Laufen entspannen kann, Unterstützung durch die Einlagen. 

Die verwendeten Materialien in einer Kombination aus festen und weichen Bestandteilen sind besonders langlebig, dämpfen auch harte Stöße verlässlich ab und halten vor allen Dingen der starken Belastung über einen langen Zeitraum gut stand.
Unsere Modelle, wie z. B. die Bettungs- oder Weichpolsterbettungseinlagen sind kompatibel mit einer Vielzahl an Alltagsschuhen.

Sport-Einlagen – Ihr Fitnesstrainer bringt Sie in Bestform

Bei sportlicher Betätigung, wie Laufen, Fitness oder Wandern sind die Füße besonderer Belastung ausgesetzt, so dass die Dämpfung der Stöße zu den wichtigsten Aufgaben gehört, welche die Einlage erfüllen muss. Die Härtegrade der verschiedenen Schichten müssen vor allen in den Hauptbelastungszonen optimal verteilt werden.

Business-Einlagen – souveräne Haltungsnoten von Fuß bis Kopf

Businessschuhe verleihen Haltung, meist sind sie besonders schmal und eng anliegend, so dass auch im Schuh weniger Raum für die Einlage verbleibt. Bei Einlagen für Businessschuhe kommt es vor allem darauf an, Materialien zu wählen, die leicht und dünn sind, dabei trotzdem in den Hauptbelastungszonen gut polstern. Besonders geeignet sind die stützenden Einlagen aus unserem Premium Segment. Ein stabiler Kern federt Stöße ab, der Bezug aus Mikrofaser hemmt unangenehme Gerüche.  

Einlagen für Kinder – bringen die Kleinen ganz groß raus

Den kleinen Kinderfüßchen fehlt anfangs noch die stützende Struktur aus Knochen und Muskeln. Langsam bilden diese sich aus, die Beine knicken nicht mehr nach außen oder innen ein. Ist eine Fehlstellung jedoch zu stark ausgeprägt, helfen orthopädische Einlagen speziell für Kinder, diese zu korrigieren. Gerade in der Wachstumsphase sind sie ein hilfreicher Begleiter, Beschwerden oder sogar Schmerzen vorzubeugen.

Kinderschaleneinlagen zeichnen sich durch eine besonders hohe stützende Schale aus. Um die Akzeptanz bei den Kindern zu erhöhen, bieten wir farbenfrohe Deckmaterialien an.

Sensomotorische Einlagen – professionelles Training Tag für Tag

Tag für Tag die Muskulatur aktiv trainieren und maximalen Therapieerfolg erzielen – dazu verhelfen die sensomotorischen (oder auch propriozeptiven) Einlagen. Die Aktivität der Muskeln mit erhöhtem Tonus wird gemildert, während gering beanspruchte Bereiche im Bewegungsablauf verstärkt angeregt werden. Mit jedem Schritt, jeder Bewegung wird die Muskulatur der Fußsohlen so stimuliert, dass eine Änderung der Körperhaltung herbeigeführt und die Fehlstellung korrigiert wird.

Häufig gestellte Fragen


Wie lange kann ich meine orthopädischen Einlagen tragen?

Werden Einlagen in der Wachstumsphase eingesetzt, müssen sie an die sich verändernde Fußgröße angepasst werden. Da das Wachstum jedoch oft schubweise verläuft und sich nicht an den Kontrollintervallen orientiert, sollten Sie sich beim Kauf größerer Schuhe an Ihren orthopädietechnischen Fachbetrieb wenden.

Durch die Beschaffenheit der verwendeten Materialien ist eine Lebensdauer mit den optimalen Eigenschaften von sechs Monaten (Garantiezeit) für Ihr Produkt zu erwarten. Zum einen verändert sich Ihr Körper in dieser Zeit, so dass eine Kontrolle nötig wird, zum anderen sind Materialeigenschaften nach dieser Zeit nicht mehr im selben Umfang wie zu Beginn der Versorgung garantiert. (Sie sollten spätestens dann aktiv werden, wenn sich die Einlagen hart anfühlen und/oder einen unangenehmen Geruch angenommen haben.)

Ich habe beim Tragen meiner Schuheinlagen größere Beschwerden, Hautrötungen, Schmerzen

Gerade bei Sensomotorischen Einlagen sind Hautrötungen anfangs normal und gehören zur Therapie dazu. Sollten Sie jedoch andauernde starke Beschwerden, Hautrötungen, -reizungen, Schmerzen haben, suchen Sie umgehend Ihren Arzt oder eine unserer orthopädischen Fachwerkstätten bzw. eines unserer Sanitätshäuser auf! 

Kann ich meine Einlagen in allen Schuhen tragen?

Grundsätzlich sollten Sie die  Einlagen exklusiv nur in dem zuvor ausgewählten Schuhtyp tragen, der auch die Auswahl von Form und Material bestimmte. Sollte der Schuh sehr ähnliche Eigenschaften (in Volumen, Länge) aufweisen, ist ein Wechsel aber möglich.

Woher weiß ich, ob meine Einlagen passen?

Dauerhaft dürfen die Einlagen keine Schmerzen verursachen. In der Eingewöhnungsphase sind anfängliche Irritationen üblich und können auch 14 Tage anhalten, danach sollte sich Ihre Füße an die neue Situation gewöhnt haben.

Kann ich meine Einlage auf der Heizung trocknen?

Ihre Einlagen wurden aus hochwertigen, thermoplastisch verformbaren Materialien gefertigt. Dies beinhaltet eine Resistenz bis 50 °C. Bitte vermeiden Sie eine Erhitzung über diese Grenze. Ihre Einlagen können sich bei höheren Temperaturen verformen und verlieren so die Wirkung. Das Trocknen der Einlagen auf einem Heizkörper ist aufgrund der entstehenden Temperaturen nicht zulässig und hat Formveränderungen zur Folge.

Kann ich meine Einlagen waschen?

Nein, das Waschen von Einlagen und trocknen über Heizkörpern zerstört die Materialeigenschaften und die damit auch die Wirkung. Einige Einlagentypen lassen sich jedoch mit einem leicht feuchten Tuch reinigen. Sie können die Einlage zur Pflege aus dem Schuh nehmen und mit vorsichtig abwischen. Das Tuch sollte nicht nass sein. Bitte sorgen Sie dafür, die Einlagen regelmäßig zu lüften.

Werden die Kosten für Einlagen von meiner Krankenkasse übernommen? Wie viele Paar Einlagen zahlt meine Krankenversicherung?

Ihre Krankenversicherung übernimmt die Kosten für die Versorung mit orthopädischen Einlagen, pro Jahr stehen Ihnen 2 Paar Einlagen zu. Sollten Sie weitere Einlagen benötigen, muss zuvor ein Kostenvoranschlag eingeholt werden. Hierzu beraten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne.

Warum kosten orthopädische Einlagen unterschiedlich viel Zuzahlung?

Werden höherwertige Materialien oder Herstellungsverfahren gewählt, wird ein Qualitätsaufschlag erhoben, um den Mehraufwand bzw. die Mehrkosten zu decken.

Ist eine Fußdruckmessung notwendig? 

Gerade, wenn die Einlagentherapie über einen langen Zeitraum erfolgt, ist eine Fußdruckmessung sehr zu empfehlen. So ist ein unmittelbarer und sichtbarer Vergleich zwischen den einzelnen Therapiezyklen möglich. 

Kann ich die Einlage auch weitergeben?

Die Einlage wurde individuell auf Ihren Fuß angepasst und maßgenau für Sie gefertigt. In der Natur  ist kein Fuß wieder andere – so ist es auch bei individuellen orthopädischen Einlagen, sie sind nicht zur Weitergabe an andere Personen geeignet!

Wie lang dauert die Anfertigung von Einlagen?

Innerhalb von 7 Arbeitstagen sind Ihre Einlagen üblicherweise hergestellt.

Welche Einlagentypen gibt es und wofür sind Sie besonders geeignet?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen passiven und aktiven Einlagen. Passive Einlagen (z. B. Bettungseinlagen, Stütz-/ Kopiereinlagen oder Korrektureinlagen ) stützen, schützen, betten, stabilisieren den Fuß, um ihn in seiner Form zu halten. Aktive Einlagen (sensomotorische oder propriozeptive Einlagen) korrigieren aktiv die Haltung. Alle Einlagen gibt es für Sportschuhe, Alltagsschuhe, Businessschuhe und natürlich auch für die Schuhe von Kindern. 

Bei welchen Indikationen/ Krankheitsbildern sind Einlagen besonders empfohlen?

Bei vielfältigen Indikationen wie z. B. Spreizfuss, Plattfuss, Senkfuss, Fersensporn, Knickfuß, Hohlfuß, Deformitäten des Vorfußes, statische und dynamische Fehlstellungen der unteren Extremitäten und auch der Wirbelsäule, rheumatischer oder diabetischer Fuß sowei weitere Fehlbildungen oder -stellungen ist eine, teils auch langfristige, Therapie mit orthopädischen Einlagen empfohlen. Entscheidend für die fachgerechte Versorgung ist die Diagnose Ihres Arztes.

Aus welchen Materialien werden die Einlagen gefertigt?

Wir verwenden unterschiedliche Bezugsmaterialien wie Leder und Mikrofaser. Kunststoffe, Kork-Leder, Mikrofaser sowie verschiedene Weichschäume, die für die Sandwichbauweise von Einlagen verwandt werden sind hautverträglich und allergiearm. 

Wo kann ich die orthopädische Einlage in fertigen lassen?

Sie können Ihre Einlagen in einer unserer Filialen in München (Innenstadt/Altstadt, Schwabing, Giesing, Sendling, Neuhausen-Nymphenburg) bestellen, aber natürlich auch im Münchner Umland, wie z. B. in Starnberg, Fürstenfeldbruck, Herrsching, In Dachau, Neufahrn, Oberschleissheim, Landsberg. Im Bayerischen Oberland stehen Ihnen die Kollegen der Filialen in Bad Tölz und in Garmisch-Partenkirchen zur Seite.

 

Für eine individuelle Beratung besuchen Sie uns in einem unserer Sanitätshäuser oder nutzen Sie die Online-Sprechstunde!