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Liner

Schaftkomfort

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Die Basics

Prothesenliner als Haftschaftsystem

Die Materialien Silikon und TPE-Gel haben auf der Haut eine besonders gute Anhaftung bzw. Adhäsionswirkung mit einem hohen Reibungskoeffizienten – TPE-Gel hat sogar Fließeigenschaften, um besonders sensible Bereiche wie etwa die Schienbeinkante, den Wadenbeinkopf oder das distale Stumpfende optimal abzupolstern und einzubetten.

Textilüberzüge werden entweder aus bi-elastischem Webstoff in Liner-Form genäht oder als rundgestrickter Schlauch hergestellt. Sie haben die Aufgabe, die Silikon- oder TPE-Gelschicht nach außen hin zu befestigen. Auf diese Weise ist es möglich, den Liner auf links zu drehen und umzustülpen, damit der Prothesenliner über den Gliedmaßenstumpf abgerollt werden kann.

Die Befestigung zur Bein- oder auch Armprothese erfolgt mechanisch über eine Metall-Pin und ein Rastsystem, welches im Prothesenschaft integriert ist. Weitere technische Befestigungsmöglichkeiten sind Einzugssysteme durch ein sogenanntes Kordellock oder eine Vakuumschafttechnik (VST), bei dem Ausstoßventile zum Einsatz kommen.

Die Vorteile

Alle Infos zum Sortiment der Silikon- und Gel-Liner:

  • große Auswahl an Silikon- und Gel-Linern, Kniekappen, Stumpfstrümpfe und Pflegezubehör
  • erstklassige Materialien: medizinisches Silikon (medical grade silicone) und Polymergele mit hautpflegenden und antibakteriellen Eigenschaften
  • hoher Tragekomfort durch besonders weichgepolsterte Liner-Enden
  • neues Design und Rundstricktechnik mit Funktionsbereichen
  • einfaches Handling beim Umstülpen der Liner; das richtige Anziehen wird durch die farbigen Orientierungslinie erleichtert; das Funktionsgestrick ist auf der Außenseite glatt und robust
  • integrierte Funktion: die eingestrickte Längszughemmung reduziert den sogenannten Sog-/Pump- oder Melkeffekt zwischen Haut und Liner bzw. zum Prothesenschaft
  • neue, weiche Rotationskappen am Ende der Liner unterstützen bei der Führung der Beinprothese und erleichtern dem Orthopädietechniker das Gipsabdrucknehmen sowie die  spätere Modellierung
  • mehr Produktsicherheit durch eingestrickte Seriennummern

Die Produktnamen

Wertvolle Hilfe für Techniker und Patienten

„Basic“: Liner-Modelle, die im Bereich der mittleren Wandstärke 3 mm Silikon oder TPE-Gel aufweisen. Am distalen Liner-Ende ist die polsternde Schicht stärker, um so das empfindliche Stumpfende gut abzupolstern

„Soft“: Bezeichnung der Silikon- und Gel-Liner mit einer mittleren Wandstärke von 6 mm; bei den Gel-Linern ist jedoch nur die vordere Seite 6 mm stark gepolstert – diese Polsterschicht schützt die empfindlichen Bereiche an der Schienbeinkante.

„Soft+“: dieser Name kennzeichnet eine besonders starke Polsterschicht bei den Gel-Linern. Hier schützt eine 9 mm starke Gel-Schicht die besonders sensiblen Bereiche der knöchernen Schienbeinkante.

„Control“: ein besonders strapazierfähiges Silikon bei den Oberschenkel-Liner-Modellen „AK-ControlSil.“ und den Dichtlippenlinern „Control4Sil.basic“ und Control4Sil.conic“.

Der Mobilitätsgrad

Liner für jedes Aktivitätslevel (Walky)

Wird die Beinprothese nur im Innenbereich oder als Transferhilfe verwendet, spricht man von gering aktiven Anwendern. Dabei hat der Prothesenliner die Aufgabe, die Beinprothese sicher am Bein zu befestigen, ohne dass diese bei Mobilisierung vom Beinstumpf abrutschen kann. Um auch schwierige Stümpfe prothesenfähig zu bekommen, werden oft stark gepolsterte Liner-Modelle verwendet

Bei mittleren Aktivitätsklassen kommen meist Gel- und Silikonliner zum Einsatz, die den eingeschränkten und uneingeschränkten Außenbereichsgehern das Tragen der Beinprothese komfortabel gestalten.

Für Außenbereichsgeher mit besonders hohen Ansprüchen kommen ausnahmslos Silikonliner zur Anwendung, da dieses Material maximal strapazierfähig ist.

FAQ

Auf Hygiene und richtiges Auswaschen – das heißt, dass vor der ersten Benutzung des Liners oder der Kniekappe die Innenseite gründlich mit 30° C warmen Wasser und der Reinigungslotion 10H2 Skin-Care Waschlotion ausgewaschen werden muss. Auf diese Weise wird die Hygiene maximal erhöht und eine gegebenenfalls zu hohe Klebrigkeit des innenliegenden Silikons oder TPE-Gels herabgesetzt. Dies ist wichtig, da beim Wechsel eines Liner-Modells eine gewisse Eingewöhnung stattfindet.

Nach der Anwendung wird der Liner bzw. die Kniekappe ausgewachsen und auf den mitgelieferten Trockenständer gestellt. So kann die Silikon- oder Gel-Innenseite komplett abtrocknen.

Nach der täglichen Reinigung des Liners muss auch die Stumpfhaut gewaschen werden und – falls sie sich anschließend trocken anfühlt – mit der 10H4 Skin-Care Feuchtigkeitslotion gepflegt werden. Die Feuchtigkeitslotion der Streifeneder ortho.production beruhigt die gestresste Stumpfhaut.

Besonders stark beanspruchte Hautareale können zudem mit der Hautschutzcreme 10H3 geschützt werden.

Im wöchentlichen Rhythmus müssen der Liner oder die Kniekappe desinfiziert werden. Mit dem 10H5 Skin-Care Anziehspray wird die Silikon- oder Gel-Innenseite mit 2 – 3 Hüben eingesprüht und schließlich mit einem weichen und sauberen Lappen ausgewischt.

Der Silikon- oder Gel-Liner muss gerade oder schräg mit einer Wellenschere zugeschnitten werden. Bitte den Silikon- oder Gel-Liner nicht anatomisch zuschneiden, weil dadurch einzelne Bereiche am Liner-Rand überdehnt werden können und es zu einem vorzeitigem Verschleiß des Liners kommt.

1.     Falscher Zuschnitt; siehe oben – einer der häufigsten Reklamationsgründe

2.     Falsche Modellauswahl bei z. B. zu hoher Aktivität. Gerade Gel-Liner sind für eher niedrige Walky-Klassen vorgesehen, um empfindliche Beinstümpfe einzubetten. Bei einer zu hohen Aktivität kann das Liner-Material vorzeitig verschleißen, aber auch die vom Anwender übertragene Muskelkraft wird durch das weiche Liner-Material absorbiert.

3.     Falsche Größe, z. B. zu weit oder zu eng. Bedingt durch den Größenlauf muss auf die richtige Liner-Größe geachtet werden. Bei den Silikon-Linern muss der Stumpfumfang ca. 4 cm oberhalb der distalen Stumpfspitze zirkulär ausgemessen werden. Bei Erstversorgungen wird häufig die Größe gleich dem gemessenen Stumpfumfang verwendet, bei Folgeversorgungen eine Nummer kleiner. Für die Größenermittlung bei den Gel-Linern sind zwei zirkuläre Stumpfmaße notwendig. Einmal im Bereich des distalen Stumpfendes, ca. 4 cm oberhalb der Stumpfspitze und ein zweites Maß circa 30 cm vom distalen Stumpfende aus gemessen.

Allgemein ist bei der Größenermittlung Erfahrung gefragt, da ein zu eng gewählter Liner für den Amputierten sehr unangenehm oder sogar schmerzhaft sein kann. Bei einer zu weit gewählten Liner-Größe kann womöglich Luft mit eingeschlossen werden, was zu einem vermehrten Schwitzen am Stumpf-Ende führt. Der sich bildende Körperschweiß reagiert aggressiv auf der Stumpfhaut und kann in Kombination mit Druck und Reibung zu weiteren Stumpfhautproblemen führen.

4.     Falsches oder nicht korrektes Anziehen eines Liners. Jeder Silikon- oder Gel-Liner muss komplett auf links gedreht, zentriert auf das distale Stumpfende aufgesetzt und langsam abgerollt werden. Wenn der Liner auf Höhe des Knies abgerollt wird, ist es ratsam das Knie leicht zu flektieren, um den Anlagedruck bei prominenten Kniescheiben zu minimieren. Das Ausziehen erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.

5.     Falsche Reinigung oder Desinfektion führt nicht nur zu möglichen Hautproblemen, sondern kann auch die Materialzusammensetzung im Silikon oder TPE-Gel verändern. Als Folgen sind ein vorzeitiger Verschleiß bekannt, Versprödung, Rissbildung oder der Polstereffekt des Liner-Materials nimmt ab.