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Goldfisch und Vernon von klassisch bis abgefahren – die Gesellenstücke des Abschlussjahrgangs 2020

2020 ist alles anders. Erst freut man sich über das Jahr mit der doppelt runden Jahreszahl, in dem es sicher viel zu feiern gilt, weil sich das Datum ja besonders gut merken lässt und dann geht plötzlich gar nichts mehr…

Die Begrüßung neuer Mitarbeiter, die Verabschiedung langjähriger Kollegen in den Ruhestand, Mutterschaft oder einen neuen Lebensabschnitt findet plötzlich nicht mehr oder nur sehr distanziert statt.

So ergeht es auch den vielen Auszubildenden, die in diesem Jahr ihre Lehrzeit im Unternehmen abschließen. Abschlussfeiern sind abgesagt, ebenso die Würdigung durch die Prüfungskommission durch eine persönliche Übergabe der Zeugnisse, im Handwerk der Freisprechung der Gesellen.
In der Orthopädietechnik treffen diese Umstände auf Katharina, Johanna Alina, Nina und Paul. Alle fünf haben 2017 als Auszubildende bei Streifeneder ihre Lehre begonnen und nun mit theoretischer und praktischer Prüfung und vor allem mit der Abgabe ihres Gesellenstückes die Ausbildung abgeschlossen.
Alina, die durch verschiedene Praktika noch während ihrer schulischen Ausbildung in der Münchner Rottmannstraße auch den Beruf der Orthopädietechnik-Mechanikerin kennen lernen wollte, fing Feuer und bewarb sich auf die Ausbildungsstelle. Nach dreijähriger Lehrzeit reichte sie zur Prüfung eine schwarze Unterschenkel-Prothese ein. Als Eyecatcher schlängelt sich erhaben ein filigraner, orange-roter Goldfisch aus Silikon um Schienbein und Wade. „Ich mag Tiere sehr gern und Fische –auch Goldfische –  habe ich selbst“, sagt Alina. So spiegelt die Wahl eines Motivs für das Gesellenstück, bei dem die Auszubildenden nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch ihre Kreativität unter Beweis stellen, oft auch persönliche Vorlieben der Gesellen wieder.
Katharina aus Landsberg wählte als Motiv für die eingereichte Ganzbeinorthese die mystisch-düstere Figur eines Symbioten aus der Comic-/Science Fiction Erzählung „Venom“. Für die dreidimensional modellierte schlangen-/drachenähnliche Figur fand sie eine Mixtur aus Apoxie Sculpt und Polymorph, die medizinischen Standards stand hält und direkt auf der Haut getragen werden kann. Dass dem Symbioten zugeschrieben wird, seinem Wirt außergewöhnliche Stärke und Geschwindigkeit zu verleihen, gibt der Motivauswahl für die Orthese eine besondere Bedeutung. Diese und auch die Gesellenstücke von Paul (Unterschenkelprothese), Nina (Ganzbeinorthese) und Johanna (Unterschenkelprothese) wurden im Juni zur Prüfung eingereicht. Besondere Anerkennung gilt Johanna, deren Prüfungsleistung mit dem Prädikat „sehr gut“ bewertet wurde.

Geschäftsführer Friedrich Streifeneder gratuliert den Gesellen zur bestandenen Prüfung.
„Vor drei Jahren haben fünf junge Menschen die Schulbank hinter sich gelassen, um in unseren Werkstätten handwerkliche Fähigkeiten in der Orthopädietechnik zu erlernen, die ihnen als solide Basis für ihre persönliche Entwicklung dient. Unsere langjährige Erfahrung hat uns immer wieder gezeigt, dass auch jüngere Kollegen mit neuen Ideen eine maßgebliche Triebfeder in der Weiterentwicklung der Orthopädietechnik sind. Es erfüllt uns mit Freude und Stolz, zu sehen wie sich die hervorragend Ausgebildeten nun als Gesellen in den Kollegenkreis einreihen."